Glossar-Online - gibt es einen Unterschied zum Online-Lexikon?
Hilfreich
sind sie beide, das wollen wir einmal festhalten. Schaut man unter Glossar
im Internetlexikon (aha!) Wikipedia nach, erfährt man, dass dies meist
eine "Liste von Wörtern" mit Erklärungen oder Übersetzungen
ist. Ein Glossar hat zudem einerseits meist ein bestimmtes Thema, wie beispielsweise
dieses, das sich mit dem Layout und der Typografie beschäftigt: http://www.desig-n.de/typografie_a.htm.
Andererseits zeichnen sich die Beiträge durch eine gewisse Kürze
aus. Dem Leser soll es in einem Glossar ermöglicht werden, sich schnell
über das bestimmte Stichwort zu informieren. Oft findet man ein Glossar
auch im Anhang eines Textes oder einer Website. Dort werden dann stichwortartig
die verwendeten Fachbegriffe kurz erläutert, wie beispielsweise hier:
http://www.bildungsserver.de/glossar.html. Dies hat den Vorteil, dass nur
derjenige, der den Begriff nicht kennt, ihn nachschlägt. Würde
man die Begriffe jeweils im Text erläutern, würde das den Leser
ermüden, der ihn bereits kennt.Ein Lexikon hingegen erhebt Anspruch auf Größeres, auf mehr. Für lange Zeit war der Brockhaus das Beispiel für ein Lexikon. Endlos lange Bücherreihen, die mühsam sich durch das Alphabet kämpften. Der aktuelle Brockhaus erklärt in 30 Bänden 300.000 Stichworte. Doch die Zeiten haben sich geändert, der Trend geht wohl weg vom gebundenen Buch, hin zum Online-Lexikon. So ist es denn nur konsequent, wenn man sich den Brockhaus auch online ansehen kann, allerdings gegen Bezahlung. Ein anderes Prinzip nutzt Wikipedia, das man wohl zu Recht als das Internetlexikon bezahlen kann. Hier ist der Zugang kostenlos, im Gegenteil kann auch jeder einen Beitrag dazu leisten. Das kann natürlich auch den Nachteil haben, dass die dort enthaltene Information nicht korrekt ist. Daher sollte man zumindest stichwortartig recherchieren, ob der Inhalt richtig ist.
Im Jahre 2007 wurden Wikipedia und der Brockhaus verglichen. Das Ergebnis dürfte überraschen: Die Beiträge auf Wikipedia schnitten insgesamt besser ab, sie waren allerdings weniger verständlich (für Brockhaus schreiben eben Profis). Aber besonders bei der Rubrik Aktualität hatte Wikipedia die Nase vorn.
Interessanterweise bedeuteten die beiden aus dem Griechischen stammenden Worte Glossar und Lexikon ursprünglich dasselbe: Wörterbuch. Lediglich der Sprachgebrauch hat ihnen unterschiedliche Bedeutungen zugeordnet.
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